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Kollege Roboter

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Roboter – wie kaum etwas anderes stehen sie für den rasanten Wandel in der Arbeitswelt und die damit verbundenen Sorgen und Hoffnungen vieler Menschen.

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Roboter übernehmen immer mehr und immer komplexere Aufgaben, bis sie schließlich auch die wichtigen Entscheidungen treffen – schneller und besser als jeder Mensch.

Für Arbeitnehmer aus Fleisch und Blut bleiben nur noch einfache Resttätigkeiten, ohne dass sie das große Ganze durchschauen könnten. Oder sie werden komplett überflüssig, also arbeitslos.

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Oder kommt doch alles ganz anders?

In der Arbeitswelt der Zukunft übernehmen Roboter die gefährlichen, schmutzigen und belastenden Aufgaben und sorgen für bessere Arbeitsbedingungen.

Die Beschäftigten können sich so auf das konzentrieren, was Robotern wohl auch zukünftig nicht gelingt: kreative Lösungen finden, sozial und empathisch handeln , kritisch denken ...

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... zwischen diesen Extremen bewegen sich gängige Vorhersagen, wenn es um den Einsatz von Robotern bei der Arbeit geht. Wie ist der aktuelle Stand?

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Roboter unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen und ihren Fähigkeiten voneinander, sondern noch in einem weiteren wichtigen Punkt: Sie arbeiten mal mehr, mal weniger eng mit Menschen zusammen.

Aus Sicherheitsgründen waren sie lange Zeit nur hinter Schutzzäunen anzutreffen und so strikt vom Menschen getrennt.

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Britta Kirchhoff

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich "Produkte und Arbeitssysteme"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin



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Mittlerweile teilen sich Mensch und Roboter immer häufiger den Arbeitsplatz.

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Möglich wird die enge Zusammenarbeit mit dem Roboter durch sensorische und optische Sicherheitssysteme. Sie begrenzen die Kraft des Roboters beim Kontakt mit Menschen. Sie erkennen dessen Bewegungen und sorgen dafür, dass der Roboter stoppt, bevor eine Person zu Schaden kommt.

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Der Roboter kann so im wahrsten Sinne des Wortes näher an uns heranrücken - und zu einem neuen Kollegen werden.

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Der Roboter kann so im wahrsten Sinne des Wortes näher an uns heranrücken - und zu einem neuen Kollegen werden.

Ob wir ihn als neues Teammitglied freudig begrüßen oder als unerwünschten Eindringling betrachten, wird nicht zuletzt von einer Frage abhängen:

Sind Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet, wenn Kollege Roboter seinen Dienst antritt?

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Sicher ist der Einsatz von kollaborierenden Robotern, sogenannten Cobots, wenn keine unmittelbaren Gefährdungen von ihnen ausgehen. Um dies zu gewährleisten, stehen ausgereifte technische Lösungen zur Verfügung. Etwa die Begrenzung der Kraft des Roboters oder der Einsatz von Abstandsüberwachungen.


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Aber wie steht es um die Gesundheit der Beschäftigten, die sich den Arbeitsraum und die Arbeitsaufgabe mit einem Roboter teilen? Fühlen sie sich wohl oder empfinden sie Stress?

Wie muss die Zusammenarbeit gestaltet sein, damit sie menschengerecht ist – also nicht nur schädigungsfrei, sondern an die Bedürfnisse des Menschen angepasst?

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Diese Fragen nimmt die arbeitswissenschaftliche Forschung zum Zusammenspiel von Mensch und Roboter in den Blick – immer mit dem Ziel, Arbeit sicher und gesund zu gestalten.

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Dr.-Ing. Sascha Wischniewski

Leiter der Fachgruppe "Human Factors, Ergonomie"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin


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Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit von Maschinen oder ergonomisches Arbeiten, sondern auch um die psychische Gesundheit der Beschäftigten.

Dazu arbeiten Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen eng zusammen.

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Die Arbeitswissenschaft kommt auf mehreren Wegen zu Ergebnissen: durch die Auswertung von Studien und eigene Forschung im Betrieb, aber auch durch Versuche im Labor.

Im Roboterlabor der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin befinden sich mehrere Assistenzroboter, wie sie in der Serienfertigung häufig zum Einsatz kommen.

Sie werden in Versuchen eingesetzt, in denen der Frage nachgegangen wird, wie Arbeitsaufgaben und -abläufe gestaltet sein müssen, damit Roboter den Menschen dabei optimal unterstützen können.

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Dr.-Ing. Sascha Wischniewski

Leiter der Fachgruppe "Human Factors, Ergonomie"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin


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Arbeitswissenschaftliche Forschung wird nicht um ihrer selbst willen betrieben. Ihre Ergebnisse sollen die Arbeitsbedingungen verbessern.

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Für eine menschengerechte Zusammenarbeit mit Robotern müssen Technik und Abläufe an den Menschen angepasst sein.

Entscheidend ist dabei auch, wie sich Personen und Roboter verständigen können. Was bedeutet das für die Gestaltung des neuen Kollegen?

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Er ist knapp einen Meter groß und hat einen beweglichen Gelenkarm. Er lächelt uns an, zwinkert uns zu oder schaut betrübt. Sawyer, so sein Name, ist ein Assistenzroboter der neuesten Generation.

Er ist aber vor allem ein Roboter „mit Köpfchen“:
Über seinem Arm ist ein Display angebracht, auf dem ein stilisiertes Paar menschlicher Augen unterschiedliche Regungen zeigt – von Ärger über Skepsis bis Zufriedenheit. So kommuniziert Sawyer mit seinen menschlichen Kolleginnen und Kollegen.


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Britta Kirchhoff

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich "Produkte und Arbeitssysteme"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Für die Produktivität des Roboters spielt die menschliche Gestaltung des Interface keine Rolle.

Ist das "Menschliche" an ihm also nur nettes Beiwerk oder hat es bestimmte Vorteile?



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Es kann also einen Unterschied ausmachen, ob Menschen die nächsten Arbeitsschritte des Roboters vorhersehen können – etwa durch dessen Augenbewegungen. Ob seine Bewegungen vertraut wirken – etwa durch menschenähnliche Gelenke. Oder ob der Roboter über Gesichtsausdrücke kommuniziert – anstatt durch Farb- oder Tonsignale.

Je menschenähnlicher sich der Roboter verhält und kommuniziert, desto eher akzeptieren Beschäftigte die unmittelbare Zusammenarbeit und desto wohler fühlen sie sich dabei.

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Britta Kirchhoff

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich "Produkte und Arbeitssysteme"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Die Entwicklung von Arbeitsrobotern scheint nur eine Richtung zu kennen: hin zu immer menschlicheren Eigenschaften und selbstständigerem Handeln. Daraus ergeben sich Fragen von grundsätzlicher Bedeutung.




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Die rasante technologische Entwicklung führt dazu, dass Kollege Roboter übermorgen schon wieder anders aussieht, weitere Fähigkeiten besitzt – und damit neue Fragen aufwirft.

Aufgabe der Arbeitswissenschaft ist es, diesen Prozess eng zu begleiten. Denn auch in Zukunft müssen technische Neuerungen mit sozialen Innovationen Hand in Hand gehen, um Arbeit menschengerecht zu gestalten.


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Die rasante technologische Entwicklung führt dazu, dass Kollege Roboter übermorgen schon wieder anders aussieht, weitere Fähigkeiten besitzt – und damit neue Fragen aufwirft.

Aufgabe der Arbeitswissenschaft ist es, diesen Prozess eng zu begleiten. Denn auch in Zukunft müssen technische Neuerungen mit sozialen Innovationen Hand in Hand gehen, um Arbeit menschengerecht zu gestalten.

Wie wollen wir arbeiten?
... diese Frage stellt sich deshalb immer wieder neu.

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„Kollege Roboter“ wurde von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Rahmen des Projekts „Wissen scha(f)ft gesunde Arbeit“ erstellt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2018
„Arbeitswelten der Zukunft“.

Neben den Kolleginnen und Kollegen, die in der Web-Dokumentation zu Wort kommen, danken wir Joelle Nicolay und Ulrich Hold aus dem Labor „Produkte und Arbeitssysteme“ der BAuA für ihre Unterstützung bei den Dreharbeiten.

Wir danken außerdem den Firmen Rethink Robotics Inc., HAHN Robotics GmbH und HumaRobotics für die Überlassung von Bild- und Videomaterial zum Roboter "Sawyer".

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Patricia H. Rosen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe "Human Factors, Ergonomie"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Patricia H. Rosen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe "Human Factors, Ergonomie"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Dennis Nowack

Techniker im Labor "Produkte und Arbeitssysteme"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Das Verhältnis der eingesetzten Roboter zu der Anzahl der Beschäftigten bestimmt die sogenannte Roboterdichte. Deutschland belegt hier mit einem Verhältnis von 309 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftige weltweit den dritten Platz – nach Südkorea und Singapur.

Die Zahl der Industrieroboter steigt rapide. Im Jahr 2020 werden voraussichtlich 3 Millionen im Einsatz sein, das entspricht einer Verdopplung aller Industrieroboter seit 2015.

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Dr.-Ing. Sascha Wischniewski

Leiter der Fachgruppe "Human Factors, Ergonomie"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin



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Roboter arbeiten in den unterschiedlichsten Branchen – von der Industrie bis zur Pflege – und begegnen uns in verschiedenster Gestalt ...

Sie sind beispielweise groß, stehen fest an einem Ort, haben einen gigantischen Greifarm und sind in der Lage, schwere Lasten zu heben.

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Oder aber sie sind klein, mobil und verfügen über Präzisionswerkzeuge, mit denen sie greifen, bohren oder schrauben können.

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Oder sie wirken wie aus einem Science-Fiction-Film: menschenähnlich, gehend, sprechend ...

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